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ungemein nützlich
Erfolge für das Gemeinwohl
Svenja Koch/Jochen Lohmann
Greenpeace –
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Inhaltsverzeichnis
Vorwort . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .Seite 5
1. Greenpeace im gemeinnützigen Dienst für Umwelt und Demokratie . . . . . . . . . . . . . . . 6
1.1 Richter urteilen zu Gunsten von Greenpeace . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6
Dünnsäure-Verklappung, Kronos-Prozeß 1988 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6
Giftmüll Albanien, Europabrücke Kehl 1997 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6
Klimakatastrophe, Plakate/Hilger/Hoechst 1999 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9
Gen-Raps, Potsdam Agrarminister 2001 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10
Castor, Anketten Mannheim 2001 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11
Oil of elf-Domain 2001 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11
1.2 Kampagnen: Welche Aktionen hatten welche Funktion und welche Wirkung? . . . . . . . . 12
Dünnsäure . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13
Greenfreeze-Kühlschrank . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14
Weltpark Antarktis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .17
Brent Spar, 1995 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18
Olympische Spiele in Sydney 2000 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25
Kein Patent auf Leben . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26
TBT – Dauergift im Meer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 29
1.3 Gesetze und Verordnungen als Folge von Greeenpeace Kampagnen . . . . . . . . . . . . . . . 30
Das Walfangmoratorium und andere Gesetze zum Schutz der Meere . . . . . . . . . . . . . . . 30
London-Konvention: Keine Müllversenkung im Meer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 32
Giftmüll / Basel-Konvention . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 33
Diuron und der Grundwasserschutz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 35
Die Gebühren des Umweltinformationsgesetzes . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 36
1.4 Anstöße in Wissenschaft und Technik . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 37
Auf dem Weg zum chlorfreien Papier: „Das Plagiat“ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 37
SmILE . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 38
Cyrus und die Solar-Kampagne . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 40
1.5 Greenpeace in der DDR . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 41
2. Greenpeace im gemeinnützigen Dienst der Gesellschaft . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .Seite 44
2.1 Ehrenamt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 44
2.2 Greenpeace-Gruppen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 45
2.3 Kinder- und Jugendprojekte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 46
2.4 genetiXproject . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 52
2.5 Elbeflut, August 2002 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 53
2.6 Bergwaldprojekt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 53
3. Greenpeace – Expertisen – Kontakte – Zusammenarbeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 55
3.1 In den Bundesministerien . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 55
3.2 In den Fachbehörden . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .58
3.3 In den Enquete-Kommissionen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 59
3.4 Beim Bundespräsidenten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 60
3.5 In internationalen Institutionen als Beobachterin . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 61
3.6 Mit Gewerkschaften . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .64
4. Zwei Beispiele für den internationalen Einsatz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 66
4.1 Im Libanon . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 66
4.2 In Russland . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 69
5. Externe Würdigungen für Greenpeace . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 72
Herausgeber: Greenpeace e.V., Große Elbstr. 39, 22767 Hamburg, Tel. 040/30618-0, Fax: 040/30618-100, Email: mail@greenpeace.de, Politische
Vertretung Berlin, Chausseestr. 131, 10115 Berlin, Tel. 030/30 88 99-0, Fax: 030/30 88 99-30, Internet: www.greenpeace.de, Autoren: Svenja Koch,
Jochen Lohmann, Redaktion: Anja Oeck, Bildredaktion: Conny Böttger, Produktion: Christiane Bluhm, Gestaltung: simon_spiegel_zimmermann, Ham-
b u r g , F o t o s T i t e l : P. Gleizes, U. Baatz, C. Shirley, alle © Greenpeace, Druck: edp, Virchowstr. 12, 22767 Hamburg, Auflage 10.000 Exemplare,
V.i.S.d.P. Svenja Koch, 10/2003. Gedruckt auf 100%-Recyclingpapier.
Zur Deckung der Herstellungskosten bitten wir um eine Spende: Postbank Hamburg, BLZ 200 100 20, Konto-Nr. 97 338 207
© W. Geier/Greenpeace
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Vorwort 5
Vorwort
Greenpeace im Dienst
der Gemeinnützigkeit
Über 30 Jahre Greenpeace, das sind drei Jahr-
zehnte konfrontativer, polarisierender Kam-
pagnen-Arbeit zum Schutz des Planeten als
Lebensraum für alle.
30 Jahre, in denen sich Greenpeace neben
Hunderttausenden von Freunden und Förde-
rern auch eine ganze Reihe von mächtigen
Feinden gemacht hat.
Gerade in Deutschland gibt es seit den
Protestaktionen gegen die Castor-Transporte
2001 eine Reihe von Politikern aus dem kon-
servativen Lager, die Greenpeace den Status
der Gemeinnützigkeit aberkennen wollen. Im
deutschen Recht ist der Status der Gemein-
nützigkeit mit einer Reihe von Privilegien und
Erleichterungen, u.a. mit dem Recht auf Aus-
stellung von Spendenbescheinigungen ver-
bunden, die die Arbeit von Nichtregierungs-
organisationen, von Vereinen und Verbänden
fördern und erleichtern sollen.
Hinter der Debatte um die Gemeinnützig-
keit steckt der Versuch einiger Politiker, sich
der „lästigen“ Kritiker zu entledigen, um die
eigene Hilfs- und Konzeptlosigkeit zu ka-
schieren und Umweltprobleme zu leugnen.
Dabei sieht etwa der Politikwissenschaftler
Ulrich Beck in Greenpeace eine Antwort auf
die Umweltkrise als Krise der Institutionen:
„Gesellschaftstheoretisch gewendet handelt es
sich bei der ökologischen Krise um eine sys-
tematische Verletzung von Grundrechten (...).
Gefahren werden industriell erzeugt, ökolo-
gisch externalisiert, juristisch individualisiert,
naturwissenschaftlich legitimiert und politisch
verharmlost.“
Ist Greenpeace gemeinnützig? Wir von
Greenpeace sind uns da einig, die über
500.000 Förderer in Deutschland auch. Die
Liste unserer umweltpolitischen Erfolge ist
lang. Und in einer repräsentativen Umfrage
von April 2003 liegt Greenpeace zusammen
mit ADAC und Polizei auf der Liste der ver-
trauenswürdigen Institutionen ganz oben.
Aber wie sieht uns der Rest der Welt?
In diesem Report haben wir „Lob von
außen“ zusammengestellt und Unmengen an
Belegen dafür gefunden, dass Greenpeace viel-
leicht manchmal gemein, weil frech, aber
doch ungemein nützlich ist. Und dafür sogar
von denjenigen gelobt wird, denen man es
nicht zutraut (Industrie, konservative Presse,
politische Gegner).
Der Wissenschaftler Elmar Altvater
schreibt: „Wenn die Nationalstaaten ungeeig-
net sind, die globalen ökonomischen und
ökologischen Probleme zu bewältigen, ein
globaler Staat aber eine Illusion ist, wächst
den intermediären Institutionen und Organi-
sationen ein doppelter Komplex von Aufga-
ben im Zuge der internationalen ökologi-
schen Regimebildung zu: Erstens werden
Nichtregierungs-Organisationen unverzicht-
bare Vermittler und Multiplikatoren des
Konsenses innerhalb je nationaler (oder
regionaler) Gesellschaften ... Zweitens sind
NRO die Bindeglieder internationaler Netz-
werke, die von den Nationalstaaten nicht
geknüpft werden können ... Sie sind somit
gewissermaßen die Bindeglieder einer inter-
nationalen Zivilgesellschaft.“
Wir nehmen diese Herausforderung an.
Dieser Report stellt beispielhaft zusammen,
was Kampagnen von Greenpeace an positi-
ven Entwicklungen für die Bürgergesell-
schaft gefördert und ausgelöst haben. Schon
Staatstheoretiker Thomas Hobbes (1588–
1679), eigentlich ein Befürworter absoluter
Monarchien, plädierte für ein Widerstands-
recht des Bürgers, wenn ein Staat lebensge-
fährdende Verhältnisse erzeugt oder duldet.
Wir teilen diese Erkenntnis, und sie ist
uns Ansporn genug, unseren Weg unbeirrt
weiterzugehen.
Keep Greenpeace in action
Brigitte Behrens
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